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Shin-Do Karate Mehlingen e.V.
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Karate-Do : Der Weg der leeren Hand
Karate ist eine traditionelle japanische Kampfkunst deren Ursprung bis etwa 500 v. Chr. zurückreicht.
In dieser Zeit entwickelten Angehörige der indischen Kriegerkaste (Kshatriya) unbewaffnete Kampfsysteme.
Im Jahre 523 n.Chr. kam der indische Mönch Bodhidharma (470-543), der 28. Nachfolger
Buddhas und Begründer des Zen-Buddhismus, während einer Pilgerreise zu dem
Kloster "Shaolin" auf dem heiligen Berg Sungshan in der nördl. Provinz Chinas.
Er entschloss sich zu bleiben und lehrte die Mönche den Zen-Buddhismus
und unterrichtet die von Kshatriya entwickelten gymnastischen Kampfübungen
um die Mönche auch körperlich zu ertüchtigen.
(
Shi-pa Lo-han-sho = achtzehn Hände der Lohan)
Man geht davon aus, dass diese 18 Übungen den Grundstein aller späteren Kampfkünste darstellen.
Sie wurden im Laufe der Zeit erweitert, bis sie eine eigenständige Kampfkunst
waren, die "Ch'uan-fa" (heute: Kung Fu) genannt wurde.
Nach politischen Unruhen gerieten die Lehren Bodhidharmas lange Zeit in Vergessenheit
und wurden erst im 14. Jh. von Jue Yuan (einem Shaolin-Priester) wieder aufgefrischt.
Er erweiterte die Bodhidharma-Übungen zusammen mit den Boxmeistern
Li Cheng und Bai Feng.
Die Techniken wurden auf 170 Bewegungen erweitert und die Tierstile wurden gegründet.
Die Bekanntesten sind heute wohl der Drache, Tiger, Schlange, Kranich,
Affe und Leopard. Diese Stellungen ähneln der Haltung der entsprechenden Tiere.
Aus diesen Bewegungen gehen viele der heutigen Kampfkünste hervor.
Heute gibt es in China mehr als 400 Stile, von denen sich nur die wenigsten mit
Bestimmtheit zurückverfolgen lassen und nicht alle gehen auf das Shaolin-Kloster
zurück, da es damals auch noch andere Klöster gab, die sich mit Kampfkünsten
beschäftigten.
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Karate in seiner heutigen Form entwickelte sich auf der pazifischen Kette der
Ryukyu-Inseln, insbesondere auf der Hauptinsel Okinawa. Diese liegt ca. 500
Kilometer südlich der japanischen Hauptinsel Kyushu, zwischen dem Südchinesischem
Meer und dem Pazifik. Heute ist die Insel Okinawa ein Teil der gleichnamigen
Präfektur Japans.
Bereits im 14. Jahrhundert unterhielt Okinawa, damals Zentrum des unabhängigen
Inselkönigreichs Ryukyu, rege Handelskontakte zu Japan, China, Korea
und Südostasien.
Die urbanen Zentren der Insel, Naha, Shuri und Tomari waren damals ein wichtiger
Umschlagplatz für Waren und für den kulturellen Austausch mit dem chinesischen Festland.
Dadurch gelangten erste Eindrücke chinesischer Kampftechniken
nach Okinawa, wo sie sich mit dem einheimischen Kampfsystem vermischten und
sich so zum To-De oder Okinawa-Te weiterentwickelten. Te bedeutet wörtlich "Hand",
im übertragenden Sinne auch "Technik" bzw. "Handtechnik".
Die Ursprünge des Shorin-Ryu gehen auf den Okinawaner Shungo Sakugawa (1733-1815) zurück, der in
seinem späteren Leben als "Karate Sakugawa" bekannt wurde.
Der ursprüngliche Begriff To-De für Karate kann daher frei als "Handtechnik
aus dem Land der Tang" (China) übersetzt werden.
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Im Jahr 1922 kam Gichin Funakoshi (1868-1957), Sohn einer privilegierten
Samurai-Familie, nach Japan um Karate offiziel vorzustellen. Vorausgegangen war eine Vorführung von Karate auf
Okinawa anlässlich des Besuchs des Kronprinzen in Naha. Funakoshi wollte eigentlich
danach wieder nach Okinawa zurückkehren, blieb dann aber auf Wunsch des Kaisers
in Japan um Karate zu lehren.
Dem Vorbild von Judo folgend, legte er mehr Wert auf die richtige innere Einstellung,
den Geist im Sinne des "Do". Angeregt durch seinen Erfolg kamen bald noch
andere Karate-Meister von Okinawa nach Japan um auch dort ihre Kunst zu verbreiten,
zu organisieren und systematische Publikationspolitik zu betreiben.
Da das Wettkampfkonzept eine aussichtsreiche Möglichkeit bot, den Systemen zu
Popularität zu verhelfen, gelangten vor allem Formen des Sportkarate in die internationale
Öffentlichkeit. Seine unterschiedlichen Stile sind heute weltweit bekannt,
gewinnen stetig an Anhängerschaft und werden vielerorts als Sport und Selbstverteidigung geschätzt.
Die weitere politische Entwicklung brachte diese Kunst erst in die USA und später nach Europa.
Den ersten Karateverein in Deutschland gründete schließlich Jürgen Seydel (1917-2008) im
Jahr 1957 in Bad Homburg vor der Höhe, in dem Elvis Presley während seiner
Armeezeit in Deutschland trainierte. Der erste deutsche Karateverband entstand 1961.
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Im Jahre 1970 kommt Hideo Ochi (8. Dan Shotokan) als Bundestrainer nach Deutschland.
Das vordringlichste Ziel von Ochi war und ist die Bewahrung und Wiederbelebung
der Wertvorstellungen des traditionellen Karate, sprich hartes Training mit starken,
sauberen Techniken, Disziplin, Höflichkeit und Etikette, gemäß der Zielsetzung der
Japan Karate Association.
1993 gründet er den Deutschen JKA-Karate Bund (DJKB).
Im Jahre 1966, nach mehrjährigem Aufenthalt in Japan und dem Studium verschiedener
Karatestilrichtungen, entwickelt James Edwin Ward (9. Dan) in Südafrika den Karate-Stil
"Funakoshi Ryu" und gründet "Funakoshi Karate International".
Die Effektivität und Schönheit dieses Karatestils, die Präzision der Techniken
überzeugte auch unsere Mitglieder. Seit 2009 üben wir diesen Stil mit stetig wachsender Begeisterung aus.
Karate trainiert Körper und Geist, Charakter und innere Einstellung, der Könner dieser
Kampfkunst denkt nicht ans Gewinnen, aber daran, wie er nicht verliert, denn
die Kunst des Karates beginnt mit Respekt und endet mit Respekt.
Yame!
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aktuelle Termine:
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Neue Trainingszeiten
in Mehlingen
ab 07.02.2012
Tae-bo in
Enkenbach
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